26 März 2016

Random | confidence chronicles.


Es gibt eine Sache in meinem Leben die mir ab und an, bei Schicksalsschlägen, abhanden kommt.
Die Zuversicht. Das Vertrauen in mich und auch Vertrauen in die Tatsache, dass auch wieder sonnige Tage folgen werden.


Schicksalsschläge ereilten mich bis zu meinem 18. Lebensjahr eigentlich gar keine. Ich hatte nichts zu beklagen, alles lief super. Abgesehen von dem Tod meines Opas 4 Tage nach meinem 11. Geburtstag. Auch mein Uropa starb nur gute 2 Monate später. Doch irgendwann lief es wieder..

2010 begann das ganze Drama. Oma überraschend und plötzlich gestorben, erblicher Herzfehler entdeckt, meine Mutti fast am selben Fehler gestorben. Lag 3 Tage im Koma und es sah anfangs nicht gut aus. Ich glaube, diese insgesamt 3 harten Monate haben einiges an meiner Lebensweise geändert. Ehrfurcht vor dem Leben wuchs und Respekt vor Krankheiten wurde größer.

Dann folgten kleinere und großere Ohrfeigen vom Leben. Entweder betraf es Familienmitglieder oder die zwischenmenschliche Ebene meines Lebens. Freundschaften, Männer, ...

Seit 1,5 Jahren mittlerweile wuchs in mir der Wunsch mich tätowieren zu lassen. Ich wartete jedoch immer auf DEN Moment. Es klingt blöd, aber ich wartete fast schon darauf, dass vielleicht wieder etwas mit meiner Mutti ist, damit ich wirklich den richtigen Zeitpunkt für das Tattoo finde. Doch jetzt, nach dem Studium, in der Ungewissheit was kommt, habe ich meiner Meinung nach DEN Moment gefunden.

Das Tattoo soll auf meinen rechten Arm. Unter die Armbeuge.
Ein kleiner Schriftzug. confidence.
Zuversicht und (Selbst-)Vertrauen. Was mir fehlt.
Oft fällt es mir schwer, neue Lebensabschnitte zu starten. Doch jetzt komm ich nicht drum herum.

Studium vorbei, zurück zu den Eltern ziehen, Jobsuche, Wohnungssuche in einer anderen Stadt, Freundinnen werden zu flüchtigen Bekannten, Beziehung geht in die Brüche. Alles innerhalb von 2 Monaten.

Der Startschuss für die Schriftartensuche und erste Gespräche mit meinem Tätowierer. Ich habe nun glaube ich meine Wunsch-Schriftart gefunden. Ich möchte keine Schnörkel. Ich möchte nur ein Wort, keine Schattierung, kein Bild. Auch wenn ich kurz überlegt habe, ob ich noch einen kleinen Anker einarbeiten lassen möchte. Meine Familie als Anker. Denn die bleibt. Eine Konstante im Leben. Nicht wie einige 'Freunde'..
Aber nein, kein Schnick-Schnack.
Ich werde demnächst erneut zu Hagen, dem Tätowierer, gehen. Zeige ihm die Schriftart und leg mich unter die Nadel. Ja, genau das will ich!

Es gibt sicher auch Gründe, die gegen ein Tattoo sprechen, aber auch die habe ich mir 1,5 Jahre durch den Kopf gehen lassen. Mein Wunsch ist jedoch größer, als alle Gegenargumente stark sind.

confidence.

Kommentare:

  1. Toller Beitrag! Denke immer daran: Nach dem Regen kommt der Sonnenschein! Lass dich nicht von anderen runterziehen und gehe deinen Weg :)

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

    AntwortenLöschen

Hallo!
Ich freu mich sehr, dass du dir meinen Post durchgelesen hast. Hinterlass mir gern einen Kommentar, Fragen, konstruktive Kritik, Verbesserungsvorschläge oder Tipps für weitere Blogposts.. :)