02 Mai 2016

Book | Kerstin Fielstedde - iCats: Kamikatze


Wie du sicher schon gesehen hast, möchte ich endlich wieder anfangen mehr zu lesen. Heut gibt es eine Review zu meinem gerade frisch ausgelesenen Buch. Okay, es ist seit 1,5 Wochen ausgelesen, aber trotzdem..

Bereits am 18. April bekam ich Post. In dem Umschlag war das erste Werk von Kerstin Fielstedde.
Ich bin immer offen für neue Autoren. Also, für ihre Bücher natürlich..
So war ich also sehr gespannt, wie mir dieser Krimi gefallen wird.

Kerstin Fielstedde schrieb einen Katzenkrimi, wobei noch ein paar andere Tierarten ihren Auftritt im Buch haben. Hauptcharaktere sind jedoch tatsächlich Katzen.

"iCats Kamikatze" erschien im Novum Verlag, hat 256 Seiten und kostet 19,90 Euro im offiziellen Buchhandel. Momentan gibt es das Werk nur im Hardcover auf dem Markt. Ob jemals auch eine Softcover-Auflage erscheinen wird, weiß ich nicht. Ich persönlich bin ja eher ein Fan von Softcover-Büchern. Das ändert logisch nichts am Inhalt, aber sie liegen besser in der Hand und sind praktischer für unterwegs.


Inhalt:
Im Grunde geht es um ein kätzisches Geschwisterpärchen. ER, leidet an einer tückischen Krankheit. SIE, ist Geheimagentin. Detektivin Katze kehrt jedoch einst nicht von ihrem Auftrag zurück und so begibt sich der jüngere Bruder auf die Suche nach ihr. Er erhält zahlreich Hilfe von anderen tierischen Kollegen.
Aus beider Sicht (ER und SIE) werden die Geschehnisse und Abenteuer dargestellt.
Sehr bildhaft umschreibt Kerstin Fielstedde die Vorkommnisse, die Umgebungen und die Charakterzüge der einzelnen Individuen des Suchkommandos.

Ein Mix aus Realität (beschriebene Bauprojekte Deutschlands) und Fantasie (häusliche Einrichtung eines Maulwurfes) lässt die Geschichte nicht langweilig werden.


Die Namenswahl der Charaktere fand anscheinend in einem lustigen Moment statt. Doch auch, wenn die Namen anfangs skuril erscheinen, geben sie Rückschlüsse auf das Individuum, welches den Namen trägt. Die Namenswahl fiel wohl doch bewusster, als zu Beginn vermutet.
Die Vergangenheit der Tiere wird kurz auf einer der ersten Seiten in einem kleinen Überblick dargestellt. Schon da kann ein Schmunzler nicht verkniffen werden. So wurden beispielsweise die Handlanger des Maulwurf-Bosses (zwei Pudel) durch Karate- und Egoshooter-Spiele trainiert.
Desweiteren bietet das Buch einen Überblick über die verschiedenen Orte des Geschehens, in Form einer kleinen Landkarte im vorderen Teil des Buches.


Aufbau:
Praktisch (meiner Meinung nach) ist, dass das Buch in Kapitel unterteilt ist. Einerseits gibt es große Kapitelüberschriften (mit einer kleinen Illustration), doch diese kleineren Kapitel sind meist noch einmal in zwei oder drei Teile unterteilt. Jeweils überschrieben mit einem passenden, dennoch fantasievollen, Titel. Momentan lese ich meine Bücher im Zug, auf dem Weg zu meinem Praktikum. Durch die klare Unterteilung kann ich ohne Sorgen das Lesen unterbrechen, wenn ich den Zug verlassen muss.
Meist deutet der Beginn eines neuen Kapitels an, dass die Erzählperspektive gewechselt wurde. Aus ER wird SIE. Oder andersherum.

Anfangs fiel es mir schwer, in einen Lesefluss zu kommen. Die ersten Absätze im Werk bestehen aus sehr, sehr kurzen Sätzen. Subjekt - Prädikat - Objekt. Subjekt - Prädikat - Objekt.
Es war schwer zu verstehen, um was es geht, wo man sich in dem Buch befindet und was eigentlich gerade Sache ist.
Ich hatte Sorge, dass es das ganze Buch so weitergeht, denn dann hätte mir das Lesen nicht so gefallen. Ich mag lange, leicht verschachtelte, ausgeschmückte Sätze viel lieber.

Den großen Bezug zur Realität schnitt ich eben schon einmal an. Ob in dieser Tatsache auch eine Art Gesellschaftskritik steckt, wage ich nicht zu beurteilen. Eher, werden die aktuellen Vorkommnisse mit einem zwinkernden Auge betrachtet.


Design:
Alles in Allem würde ich das Coverdesign als gut bewerten. Der Buchtitel steht definitiv im Vordergrund/Mittelpunkt und ist klar und deutlich lesbar. Auch die Illustration auf dem Cover finde ich passend. Eine Katze, mit recht menschlichen Gesichtszügen. Genau so können die Tiere in dem Werk beschrieben werden. Tierischer Körper, menschlicher Geist.
Die Rückseite des Buches gefällt mir nicht ganz so gut. Mittig ist der Inhalt kurz wiedergegeben, wie üblich. Jedoch sind dann noch zwei Fotografien, zweier Katzen abgebildet. Im Sinne der Einheitlichkeit (farblich, sowie stilistisch) hätte ich auf die Bilder verzichtet und eventuell noch eine Illustration dazu gesetzt. Das ist jedoch die Entscheidung der Autorin und womöglich sind es ihre eigenen Stubentiger. Und über Katzenliebe kann ich mich nicht beschweren, denn mein Haustiger ist ebenso meine große Liebe. ;)
Natürlich ist das Aussehen eines Buches reine Geschmackssache und die Hülle des Buches ändert auch nichts am Inhalt. Aber das Auge isst ja bekanntlich mit. ;)


Buchempfehlung?
Leider nur ein jein von mir. Man MUSS es nicht gelesen haben. Ich liebe die Werke von Moritz Matthies, wo Erdmännchen eine Ermittlerrolle übernehmen. Die Geschichten sind spannender geschrieben, jedoch nicht unbedingt ideenreicher. Die hohe Kreativität und Fantasie mag ich sehr an Kerstin Fielsteddes Schreibweise.
Auch preislich hätte ich meine Bedenken. Für ein Hardcoverbuch mit guten 250 Seiten möchte ich als Ottonormalverbraucher ungern knappe 20 Euro ausgeben. Es gibt genug Beispiele, dass es auch günstiger geht (Anna Todds 'After..'-Reihe. 900+ Seiten Softcover für 13 Euro). Klar, da ist eine höhere Absatzzahl gewährleistet, doch vielleicht hätte es auch gereicht, ein Softcoverbuch auf den Markt zu bringen, was eventuell etwas günstiger angeboten werden könnte.
Dennoch habe ich dieses Buch nicht mit finsterer Miene gelesen und meine Zeit damit verschwendet. Ganz und gar nicht. Mir wurde die ein oder andere Zugfahrt versüßt. :)

Kerstin Fielstedde kündigt in ihrem Erstwerk übrigens schon einen zweiten Teil als Fortsetzung an. "iCats - Der Kätzer" wird die Fortsetzung heißen.

T.

*Dieser Beitrag entstand aufgrund einer sehr angenehmen Kooperation mit SchwindKommunikation. Vielen Dank dafür!

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