26 August 2016

Book | Jo Lendle - Was wir Liebe nennen


"Was wir Liebe nennen". Ja, was nennen wir denn Liebe? Ich kann so vieles Lieben. Aber geht das wirklich? Kann ich mehrere Dinge, mehrere Menschen gleichzeitig lieben? Und zwar im gleichen Maße. So komplett. Nicht den einen mehr und den anderen weniger..?



In Jo Lendles Roman "Was wir liebe nennen" werden genau diese Themen beschrieben. Knappe 250 Seiten bietet der am 12.8.2013 erschiene Roman. Für UVP 9,99 Euro kannst du dieses Buch erwerben. Die Protagonisten des Werkes sind Lambert, Fe und Lambert.


Inhalt:
Magier und Zauberer Lambert reist einen Tag nach der Beerdigung seines Vaters nach Montreal zu einer großen Zauberer-Gala. Das Flugzeug muss notlanden und mit seinen neuen Bekanntschaften aus dem Flieger verbringt Lambert die Nacht im Hotel. Zu seinem Auftritt schafft es Lambert quasi in letzter Sekunde. Und das nur durch Fe. Eine Pferdehalterin, welche er am Flughafen in Montreal kennenlernte. Immer wieder begegnen sich die beiden, bis die Gefühle in beiden immer stärker werden. Lambert möchte Fe in ihrer Mission, Pferde auszuwildern, unterstützen, sie begleiten. Doch immer wieder nagt das schlechte Gewissen an ihm. Andrea, seine Freundin, wartet in Deutschland auf ihren Partner. Lambert tut alles in seiner Macht stehende, um dennoch länger bei Fe bleiben zu können. Seine Bekanntschaft vom Hinflug arbeitet in der Flugsicherheit, er fädelt ein Flugverbot ein, sodass er nicht zurück muss. Wie es sein Schicksal wohl will, ist auch der nächste Flug überbucht und er kann noch eine Nacht bei Fe bleiben. Sie verbringen die Nacht gemeinsam, doch am Morgen ist sie verschwunden. Ebenso seine Klamotten, sein Geld, sein alles. Lediglich das Ortungsgerät ihrer Pferde fand er im Bad. Er kam ihr auf die Spur und entdeckte sie mit einem anderen Mann. Er entdeckte sie mit sich. Zwei Lamberts machten sich nun auf den Weg, Fe zu folgen. Ein ständiges hin und her folgt. Als der neue Lambert eines der Pferde von Fe tötet, tut sie es ihm gleich. Sie bringt ihn um und steht zu Lambert 1. Er jedoch hat sich nach all diesen Strapazen für Andrea entschieden.


Aufbau:
Der Roman ist in sehr kurzen Kapiteln geschrieben. Maximal 10 Seiten ist eines dieser lang. Dennoch klappen die Übergänge von einem Kapitel in das nächste sehr gut, sodass keine Geschichtsstücke fehlen. Ein allwissender Erzähler spricht, was geschieht, wer wie denkt und was wer sagt. Dennoch gibt es keine Ausblicke in die Zukunft. Der Erzähler ist immer in der selben Zeit wie die Protagonisten. Die Einführung von Fe als wichtiger CHarakter geschah sehr plötzlich in Kapitel 5. Ich al Leser ging weiterhin davon aus, dass alles was Lambert tut erzählt wird, doch der Inhalt passte nicht. Bis irgendwann herauskam, dass plötzlich von Fe geschrieben wurde.


Sprache/Stil/Schlüssigkeit der Handlung:
Die Sprache ist keine normale Sprechsprache. Die Art und weiße, wie der Roman geschrieben ist, ist anstrengend. Erinnert mich in leichten Zügen an Shakespeares Werke. Auch sehr philosophisch wird im Werk diskutiert. Das alles nimmt leicht das Lesevergnügen, da sehr ernsthaft über Themen und Äußerungen nachgedacht werden muss, um den Hintergrund und Zusammenhang zu erkennen.
Des Weiteren wird die wörtliche Rede ganz starr als hin und her dargestellt. Der eine spricht, dann der andere. Wieder der Erste und so weiter. Es gibt keine beschreibenden Nebensätze. Dem Leser ist es die Aufgabe zu entscheiden, ob laut, leise, in Rage oder ruhig gesprochen wird. Macht es ab und an schwer, den Dialog richtig zu verstehen. Denn es wird dem Leser auch nicht gezeigt, ob eventuell Ironie im Spiel ist.
Die Handlung ist, wie am Inhalt schon erkannt, eher unschlüssig. Wie kann ein Mensch plötzlich zwei Menschen sein. Es gibt einige Ungereimtheiten im Roman.


Design:
Das Design des Buches find ich sehr gelungen. Ein sehr cleanes Cover, lediglich zwei kleine Seepferdchen in der unteren rechten Ecke unterbrechen die klaren Linien. Die Farbzusammenstellung gefällt mir sehr gut und wirkt auch recht ruhig, ohne langweilig zu sein. Die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite beschreibt den Roman spannender, als ich ihn letztlich empfand. Dennoch ist diese Angabe gelungen, denn es bringt den Leser in Spannung. Die benutzten Farben und Seepferdchen wiederholen sich noch einmal auf der Rückseite. Die reinen Textseiten sind ebenfalls in einem besonderen Design, denn lediglich circa 2/3 der Seiten wurde beschrieben. Es ist ein relativ breiter, weißer Rand gelassen wurden.


Buchempfehlung?
Nein. Wer auf der Suche nach einem Roman ist, ist hier leicht falsch. Die versteckte Philosophie im Werk macht das Lesen ab und an unangenehm und zäh.

Vielen Dank an randomhouse für dieses kostenlose Rezensionsexemplar!

T.

1 Kommentar:

  1. Ich lese gerade nicht so viel aber trotzdem wollte ich dir einen Kommentar hier hinterlassen. Habe ein tolle Wochenende Liebes!

    Liebste Grüße
    Nadine von tantedine.de

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