17 Januar 2017

Book | Gavin Extence - Libellen im Kopf

Ich persönlich konnte und kann mir nicht vorstellen, wie es Menschen mit einer psychischen Störung geht. Für sie ist normal, was für uns absurd ist. Und andersherum.


Am 14. November 2016 erschien der ROman 'Libellen im Kopf' im Limes Verlag. Für 19,99 Euro erhältst du dieses Hardcover von Gavon Extence unter anderem hier oder im stationären Handel. Auf 337 Seiten erfährst du die Geschichte von Abby, welche an einer kognitiven Dissonanz und Depressionen leidet. Der Autor leidet selbst an einer bipolaren Störung und porträtiert mit diesem Roman ein solches Leben.


Inhalt (mit Spoiler):
Abby findet ihren Nachbarn Simon tot in seiner Wohnung, doch sie kann nicht trauern. Einige zeit später wird ihr eine kognitive Dissonanz diagnostiziert. Als ihr dann ein Trigger begegnete, begann Abby manisch zu werden und spielte mit Selbstmordgedanken. Ihre Therapeutin bringt sie dazu, sich einweisen zu lassen. In der Klinik lernt sie Melody kennen, welche ihr wie ein Spiegel erscheint. Wenig später scheint Abby bereit für die Entlassung, doch nur wenig später stirbt auch ihr Vater. Alles droht von vorn zu beginnen, doch Abby fand erneut in Melody ihre Rettung.


Aufbau:
Dieser Roman ist in Kapitel von angenehmer Länge gegliedert. Jedes Kapitel trägt eine Überschrift welche einen kleinen Hinweis auf den Inhalt gibt. Es gibt weder einen Pro- noch einen Epilog, sodass der Start direkt in der Geschichte erfolgt. Anmerkungen des Autors, sowie eine Danksagung und Lektüreempfehlung sind am Ende angefügt.


Sprache/Stil/Schlüssigkeit der Handlung:
Die Sprache ist sehr alltäglich und somit leicht verständlich. Die komplette Geschichte wird aus der Sicht von Abby Williams erzählt, sodass die Ich-Erzählperspektive gewählt wurde. In sich kann diese Geschichte auch nicht schlüssig sein, da Abby weiter mit einer bipolaren Störung leben wird und ihr ganzes Leben mit Unschlüssigkeiten zu kämpfen haben wird. Auch generell gab es meiner Meinung nach Gedankensprünge in der Geschichte, welche ich nicht nachvollziehen konnte. Für Außenstehende fehlt einfach ein wenig Erklärung.


Design:
'Libellen im Kopf' werden auf dem Cover zumindest zur Hälfte grafisch dargestellt. Denn Libellen zeigen sich. Ebenso ein Meer und ein Leuchtturm, welcher indirekt auch super zum Roman passt. Denn jeder Mensch mit einer bipolaren Störung braucht eine Art Leuchtturm um sich selbst zu erkennen. Die verwendete Schriftart spiegelt sich in den Kapitelüberschriften wider. So, wie auch die Libellen, welche auch im Buchinneren immer wieder ihren Auftritt haben. Insgesamt finde ich das Cover nicht mega ansprechend, da das verwendete Orange schon sehr markant ist. Doch der Titel und Autorenname ist sehr schön lesbar.


Buchempfehlung?
Ich persönlich kenne nicht das Erstwerk von Gavon Extence, doch diesen Roman kann ich nur eingeschränkt empfehlen. Mir fehlt der Pepp. Klar, es geht um ein ernstes Thema, dennoch verstehe ich unter einem Roman etwas anderes. Schon zu Beginn war mir unklar, was der Autor uns explizit mitteilen möchte, und das änderte sich den ganzen Roman über nicht. Es gab einfach einige Sprünge in der Geschichte die nicht komplett nachvollziehbar waren. Ein netter Versuch dieses Thema in eine Geschichte zu packen, doch meiner Meinung nach nicht ganz gelungen.

Vielen Dank an RandomHouse für dieses Rezensionsexemplar.

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