15 Januar 2017

Book | Poznanski, U. / Strobel, A. - Anonym


Wie oft gehen einem Geschwister auf die Nerven? Wie oft verdreht man die Augen wenn der Chef etwas mitzuteilen hat? Doch ist das Grund genug, sie auf eine Todesliste zu setzen?
 

Ein weiterer Thriller und ein Lesehighlight des Jahres 2016 war für mich eindeutig 'Anonym' von Ursula Poznanski und Arno Strobel. Das Buch erschien am 21. September 2016 im Rowohlt Wunderlich Verlag. 379 Seiten erzählen die grausame Geschichte um Morituri, Trajan, Daniel und Nina. Das Hardcover bekommst du für 19,95 Euro hier online oder im stationären Buchhandel.


Inhalt (ohne Spoiler):
Daniel Buchholz bekommt eine neue Kollegin. Nina Salomon, frisch aus Bremen nach Hamburg versetzt. Und gleich ihr erster Fall wird Hamburg in Aufruhr versetzen. Ein Forum im Darknet, namens MORITURI, ermöglicht es anonyme Nominierungen abzugeben. Antwort auf die Frage 'Wer soll als nächstes sterben?' zu geben. Noch bevor überhaupt eine heiße Spur verfolgt werden kann, gibt es schon das nächste Opfer. Die Polizei ist machtlos, doch Daniel und Nina geben nicht auf. Die neue Hamburger Polizistin begibt sich des Öfteren wissend in Gefahr und als sie sich selbst nominiert, läuft ihr Plan aus dem Ruder.


Aufbau:
Der Thriller startet mit einem Prolog, welcher von einer absurden Situation im Krieg berichtet. Anschließend folgen Kapitel im Wechsel von Daniel und Nina, jeweils in er Ich-Perspektive. Die Kapitelzählung erfolgt auf arabisch und auch in römischen Zahlen. Diese betiteln ein paar wenige Abschnitte, welche Informationen über den 'Täter' enthalten. Seine Kapitel wurden jedoch in der auktorialen Erzählperspektive geschrieben.


Sprache/Stil/Schlüssigkeit der Handlung:
Die Sprache und der Stil gefällt mir insgesamt sehr gut. Zu Beginn (Kapitel eins und zwei) war ich ein wenig skeptisch, denn dabei handelte es sich um das gleiche Kapitel, nur aus einer anderen Sichtweise. Ich befürchtet, dass es den kompletten Thriller so weiter gehen könnte, sodass sich meine Leselust in Grenzen halten würde. Dem war jedoch nicht so. Der Schreibstil wirkt an den richtigen Stellen sehr rasant, was dieses Buch zu einem wahren Pageturner macht. Auch wenn relativ viel Text auf einer Seite ist, schreckte dies nicht ab. Die letzten 150 Seiten musste ich am Stück lesen, da ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Handlung ist in sich sehr schlüssig und erschreckenderweise gar nicht so abwegig. Solch ein Szenario könnte auch uns treffen. Lediglich die Geschichte um Daniels Mutter wurde mir persönlich entweder unnötigerweise angeschnitten oder einfach zu selten mit einbezogen, als das dieser Teil unbedingt in den Thriller musste.


Design:
Das Cover des Thrillers gefällt mir sehr gut. Es ist eindeutig ein Hafen, was auf Hamburg deutet, zu erkennen. Die Farbgestaltung verdeutlicht, dass der Inhalt des Buches kein Liebesroman sein wird, auch wenn kleine Liebes-Momente enthalten sind. Rot-braun und silber dominieren die Aufmachung des Buches. Der abnehmbare Buchumschlag schimmert im richtigen Licht sehr schön, was mir total gefällt. Das Hardcover an sich ist dunkelrot mit einer silbernen Beschriftung des Buchrückens. Das Buchinnere ist sehr unspektakulär, sodass das Augenmerk komplett auf dem Inhalt liegt.

Buchempfehlung?
Ja. Absolut. 'Anonym' zähle ich definitiv zu meinen Lesehighlights des letzten Jahres. Ein Thriller der uns zeigt, wie schrecklich wir Menschen doch sein können. Eine hervorragende Story, toll erzählt.


Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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