03 April 2018

Book | Sarah Bailey - Die Namen der Toten


Sarah Baileys Kriminalroman 'Die Namen der Toten' erschien am 9. Januar 2018 im penguin Verlag. Auf 460 Seiten erfahren wir die Geschichte um einen butalen Mord an einem Jungen. DC Vega hat jedoch nicht nur mit dem Fall zu tun, sondern kämpft auch im Privaten einen einsamen Kampf.
Dieses Taschenbuch kannst du unter anderem hier online* für 10 Euro kaufen.

Der Klappentext:
Detective Richard Vega fühlt sich wie in einem schlechten Traum, als nahe der südenglischen Kleinstadt Tunbridge Wells die Leiche eines 15-Jährigen gefunden wird. Denn vor sechs Jahren stand er an derselben Stelle schon einmal über die Leiche eines Teenagers gebeugt, der auf dieselbe Weise getötet wurde. Hat Vega damals den Falschen verhaftet? Hat er erneut Schuld auf sich geladen? Denn dies wäre nicht der einzige Tod, der auf seinem Gewissen lastet … (Homepage*)


Es ist Ostermontag und die Leiche eines kleinen Jungen wird in einem Waldstück genau da gefunden, wo Richard Vega vor 6 Jahren schon einmal einen toten Jungen fand. Sofort fallen dem Detective die Parallelen auf und ich als Leser war total gespannt, ob wir mehr über den Fall aus der Vergangenheit erfahren. Doch leider ebbte die Spannung relativ schnell wieder ab. Zwar erfahren wir gleich zu Beginn des Kriminalromanes, was mit dem aktuellen Opfer geschehen sein mag, so bleiben wir jedoch vorerst in Ungewissheit über den genauen Tathergang. Und dann fing es an, dass ich das Buch nur noch selten zur Hand genommen habe.


Leider gefiel mir die Art des Erzählens und auch der Protagonist Richard Vega nicht. Er blieb mir die ganze Zeit suspekt und ich konnte keine Verbindung, sei es Sympathie, sei es Antipathie oder gar Hass aufbauen. Er blieb mir immer fremd. Da halfen auch keine 'menschlichen Probleme' die er hatte, dies zu ändern.


Der Aufbau des Romanes war recht typisch. Wir haben Kapitel mit einer Zeitangabe vorliegen und bekommen die Geschichte auktorial erzählt. Eventuell war auch das ein Grund für diese andauernde Distanz zum Geschehen als auch zu den Charakteren. Alles in allem spielt der komplette Kriminalroman in einer recht kurzen Zeitspanne. Eine rasante Art und Weise des Schreibstils ist mir jedoch nicht aufgefallen. Ein paar nervenaufreibende und actiongeladene Szenen hätten mich eher am Buch gehalten.


Die Buchgestaltung war im Inneren sehr schlicht. Das Cover hingegen passt perfekt zur Story. Wir haben ein hochglanz Buchumschlag vorliegen und befinden uns in einer Situation im Wald. Ich konnte mir gut vorstellen, dass dies genau der Ort ist, wo die Leichen der Jungen gefunden worden.


Leider muss ich bei diesem Buch sagen, dass ich es nicht weiterempfehlen kann. Zumindest nicht an Leser, welche gern Spannung und Nervenkitzel mögen. Wer natürlich von einem Kriminalroman ausgeht, was dieses Buch auch ist, sollte ganz zufrieden mit der Geschichte sein. Ich habe mir trotz 'Kriminalroman' eher einen Thriller gewünscht.



Vielen Dank an den penguin Verlag und an RandomHouse für dieses Rezensionsexemplar.

*Werbung gemäß §2 Nr. 5 TMG

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